Physikübung 5: Schiefer Wurf

Physikübung 5: Schiefer Wurf

Aufgabe:
Bob wirft einen Basketball in einen Korb, der sich in einer Entfernung d befindet. Der Ball verlässt seine Hände in der Höhe h und erreicht eine maximale Höhe H0 um dann schließlich in einen Korb, der in der Höhe H angebracht ist, zu landen. Der Luftwiderstand wird vernachlässigt.

a) Mit welcher Geschwindigkeit(Betrag) verlässt der Ball Bobs Hände?

b) Welchen Winkel schließt der Geschwindigkeitsvektor mit der Horizontalen ein?

c) Wie lange fliegt der Ball?

Lösung:

Zunächst ein mal ist es angebracht eine Skizze anzufertigen um sich das Problem zu verdeutlichen.
Schiefer Wurf

a)

Wir betrachten zuerst die Bewegungsgleichungen des Balls. Wir können die Bewegung in x- und y-Anteil aufteilen. Es gelten offensichtlich folgende Gleichungen:

x(t) = vx,0t
y(t) = h + vy,0t – ½gt2

Wobei vx,0 und vy,0 die Geschwindigkeitskomponenten zum Zeitpunkt t=0 sind.

Desweiteren weist die Bewegung ein Extremum auf, d.h. vy wird in der Höhe H0 0.

vy(t) = vy,0 – gt
vy(tm) = 0
tm = vy,0 / g

tm ist die Zeit, die der Ball braucht um die Höhe H0 zu erreichen, also gilt y(tm) = H0.

H0 = h + vy,0tm – ½gtm2

Wir setzen in diese Gleichung tm ein und stellen nach vy,0 um.

vy,0 = √2g(H0-h)

Damit haben wir eine Komponente der Geschwindigkeit. Als nächstes bestimmen wir vx,0.
Zum Zeitpunkt te gilt x(te) = d und y(te) = H.

d = vx,0te
H = h + vy,0te – ½gte2

Aus der zweiten Gleichung werden mit Hilfe der pq-Formel die möglichen Flugzeiten bestimmt.

te² – (2vy,0/g)te + 2(H-h)/g = 0

Daraus ergibt sich folgende Lösung:

te,½ = √2/g (√H0-h ± √H0-H)

Offenbar handelt es sich um die einzelnen Terme um der Zeit, die der Ball zum Erreichen des Extremums braucht und der Zeit von dem Extremum zum Korb. Dies wird in dieser Darstellung besonders deutlich:

te,½ = √2(H0-h) / g ± √2(H0-H) / g

Dementsprechend muss für die Gesamtflugdauer die Summe der beiden Zeiten verwendet werden, also verwenden wir nur die Lösung mit dem Plus zwischen den Termen. Damit lautet die Gesamtflugdauer

te = √2(H0-h) / g + √2(H0-H) / g

Das ist schon die Lösung für die Teilaufgabe c).

Durch den Zusammenhang d = vx,0te kommen wir auf vx,0 (Tipp: den Bruch mit √H0-h – √H0-H multiplizieren).

vx,0 = d / te = d √g / 2 (√H0-h – √H0-H ) / (H1-h)

Damit haben wir auch die x-Komponente der Geschwindigkeit. Mit dem Satz des Pythagoras können wir die Gesamtgeschwindigkeit berechnen.

v0 = √vx,0² + vy,0²

v0 = [ d²g (2H0-H-h-2√(H0-h)(H0-H) ) / [2(H0-h)²] + 2g(H0-h) ]½

Damit wäre auch die Aufgabe a) erledigt.

b)

Da wir die einzelnen Geschwindigkeitskomponenten besitzen, können wir über die Tangens-Beziehung tan(α) = Gegenkathete / Ankathete oder in unserem Fall tan(α) = v0,y / v0,x den Winkel α berechnen.

α = arctan (v0,y / v0,x) = arctan[ 2(H-h) / d(1 – √(H0-h)(H0-H) ) ]

c) bereits in Teilaufgabe a) gelöst.

Viel Spaß beim Nachrechnen ;)

2 Gedanken zu „Physikübung 5: Schiefer Wurf“

  1. das waren noch Zeiten – zu b hätt ich glaub ich etwas überlegen müssen. Muss mal wieder die alten Physikskripte rausholen;-)

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